HAUS UNSER
Die renommierte Altenburger Baufirma Gustav Frenzel wird vom Unternehmer Paul Gustavus beauftragt, für seine neu gegründete  „Sachsen-Altenburgische Malzkaffee-Fabrik Paul Gustavus“   ein Gebäude zu errichten. 1905 entsteht so das repräsentative  Wohn- und Geschäftshaus in der Wallstraße 29 in Altenburg,  das für damalige Bauwerke solch innovative Elemente wie Vertikalschiebefenster aufweist. Bis heute gibt es kaum noch Gebäude, die diese Art von Fenster besitzen bzw. in diesem Zustand präsentieren können. Das Haus ist eines der wenigen noch heute in dieser Geschlossenheit erhaltenen Beispiele für die um 1900 typische Wohn- und Arbeitswelt in der Residenzstadt Altenburg. Das Vorderhaus ist unter baukünstlerisch hohem Anspruch als dreigeschossiges Wohnhaus erbaut. Seine Fassade erstrahlt als Mix der Neorenaissance mit Elementen des Jugendstils und wird durch Klinkerverblendung in Verbindung mit plastischem Schmuck aus Gusstein ergänzt. Damit spiegelt sich der zeitgenössische moderne Anspruch an Konstruktion und Materialästhetik wider. Insgesamt verfügt das Vorderhaus über drei Etagen und ein ausgebautes Dachgeschoss. Im rückseitigen Gebäudekomplex mit zugehörigem Hofraum sind die Produktionsstätte sowie die Büro- und Lagerräume untergebracht. Noch heute zeugt in der zweiten Etage eine gute erhaltene Transmissionsmaschine aus dieser Zeit. Nach wie vor ragt der große Schornstein weit in den Himmel hinein. Namhafte Mieter in dieser Zeit waren die jüdische Kaufmannsfamilien Cohn-Bucky-Levy, die eines der größten Kaufhäuser der damaligen Zeit in der Sporenstraße betrieben. Sie lebten von 1914–1920 hier. Das Gebäude erfährt einen ersten Umbau. In diesem Fall wird das Ladengeschäft im Vordergebäude den veränderten Ansprüchen angepasst. Bis in die 1930er Jahre wird hier der Malzkaffee verkauft. Der Erkeraufsatz am Vordergebäude wird baulich verändert. Die einst stehenden Gauben werden nun durch Schleppgauben ersetzt. Mit Gründung der DDR verlässt die Unternehmerfamilie Gustavus Altenburg und zieht nach Westdeutschland (Mitte/Nord). Das Geschäftshaus wird nun vorwiegend als Wohnhaus genutzt. Im Hinterhof war beispielsweise eine HO für Werbematerial untergebracht. Das Ladengeschäft bleibt auch weiterhin bestehen. Es beherbergt über die Jahre eine Drogerie, eine Buchhandlung und zuletzt ein Fachgeschäft für Farben und Lacke.  Noch zu DDR-Zeiten wird das Wohn- und Geschäftsgebäude der ehemaligen Malzkaffee-Fabrik in die Denkmalliste aufgenommen. Der Urenkel von Paul Gustavus, Herr Kriester, und seine Schwester erhalten als Erben der Familie mit der Wiedervereinigung das Haus rückübertragen. Sie entschließen sich Mitte der 1990er Jahre das Haus zu verkaufen. Nach einem Ortstermin am 15. Februar 1996 wird die Denkmaleigenschaft für das Gebäude der „Sachsen-Altenburgische Malzkaffee-Fabrik Paul Gustavus“ bestätigt. Ab dem Auszug des Farbengeschäftes und der letzten Mieter im Jahre 2001 stand das Haus leer und wurde so dem Verfall überlassen. Oder doch nicht … … der neugegründete Förderverein Zukunfstwerkstatt Paul- Gustavus-Haus Altenburg e.V. ist ab sofort in dem Haus unterwegs und widmet sich liebevoll und aktiv dem Erhalt des Hauses und verfolgt unermüdlich das Ziel wieder Leben an diesen Ort zu bringen.
… und seine Geschichte
IMPRESSUM DATENSCHUTZ 2001 1996 1990 1980 1949 1945 1923 1904 2009
Die renommierte Altenburger Baufirma Gustav Frenzel wird vom Unternehmer Paul Gustavus beauftragt, für seine neu gegründete
 „Sachsen-Altenburgische Malzkaffee-Fabrik Paul Gustavus“   ein Gebäude zu errichten. 1905 entsteht so das repräsentative
 Wohn- und Geschäftshaus in der Wallstraße 29 in Altenburg,  das für damalige Bauwerke solch innovative Elemente wie Vertikalschiebefenster aufweist. Bis heute gibt es kaum noch Gebäude, die diese Art von Fenster besitzen bzw. in diesem Zustand präsentieren können. Das Haus ist eines der wenigen noch heute in dieser Geschlossenheit erhaltenen Beispiele für die um 1900 typische Wohn- und Arbeitswelt in der Residenzstadt Altenburg. Das Vorderhaus ist unter baukünstlerisch hohem Anspruch als dreigeschossiges Wohnhaus erbaut. Seine Fassade erstrahlt als Mix der Neorenaissance mit Elementen des Jugendstils und wird durch Klinkerverblendung in Verbindung mit plastischem Schmuck aus Gusstein ergänzt. Damit spiegelt sich der zeitgenössische moderne Anspruch an Konstruktion und Materialästhetik wider. Insgesamt verfügt das Vorderhaus über drei Etagen und ein ausgebautes Dachgeschoss. Im rückseitigen Gebäudekomplex mit zugehörigem Hofraum sind die Produktionsstätte sowie die Büro- und Lagerräume untergebracht. Noch heute zeugt in der zweiten Etage eine gute erhaltene Transmissionsmaschine aus dieser Zeit. Nach wie vor ragt der große Schornstein weit in den Himmel hinein. Namhafte Mieter in dieser Zeit waren die jüdische Kaufmannsfamilien Cohn-Bucky-Levy, die eines der größten Kaufhäuser der damaligen Zeit in der Sporenstraße betrieben. Sie lebten von 1914–1920 hier. Das Gebäude erfährt einen ersten Umbau. In diesem Fall wird das Ladengeschäft im Vordergebäude den veränderten Ansprüchen angepasst. Bis in die 1930er Jahre wird hier der Malzkaffee verkauft. Der Erkeraufsatz am Vordergebäude wird baulich verändert. Die einst stehenden Gauben werden nun durch Schleppgauben ersetzt. Mit Gründung der DDR verlässt die Unternehmerfamilie Gustavus Altenburg und zieht nach Westdeutschland (Mitte/Nord). Das Geschäftshaus wird nun vorwiegend als Wohnhaus genutzt. Im Hinterhof war beispielsweise eine HO für Werbematerial untergebracht. Das Ladengeschäft bleibt auch weiterhin bestehen. Es beherbergt über die Jahre eine Drogerie, eine Buchhandlung und zuletzt ein Fachgeschäft für Farben und Lacke.  Noch zu DDR-Zeiten wird das Wohn- und Geschäftsgebäude der ehemaligen Malzkaffee-Fabrik in die Denkmalliste aufgenommen. Der Urenkel von Paul Gustavus, Herr Kriester, und seine Schwester erhalten als Erben der Familie mit der Wiedervereinigung das Haus rückübertragen. Sie entschließen sich Mitte der 1990er Jahre das Haus zu verkaufen. Nach einem Ortstermin am 15. Februar 1996 wird die Denkmaleigenschaft für das Gebäude der „Sachsen-Altenburgische Malzkaffee-Fabrik Paul Gustavus“ bestätigt. Ab dem Auszug des Farbengeschäftes und der letzten Mieter im Jahre 2001 stand das Haus leer und wurde so dem Verfall überlassen. Oder doch nicht … … der neugegründete Förderverein Zukunfstwerkstatt Paul-Gustavus- Haus Altenburg e.V. ist ab sofort in dem Haus unterwegs und widmet sich liebevoll und aktiv dem Erhalt des Hauses und verfolgt unermüdlich das Ziel wieder Leben an diesen Ort zu bringen.
HAUS UNSER
… und seine Geschichte
1904 1923 1945 1949 1980 1990 1996 2001 2009